Landgasthof
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Der Elektrotechnik-Betrieb in dieser Studie ist ein Meisterbetrieb mit vierzehn Mitarbeitern, gewachsenem Kundenstamm und seit Jahren derselben Seite. Zwei Ziele gleichzeitig: Aufträge gewinnen und Fachkräfte erreichen.
Konzeptstudie, kein ausgeführter Kundenauftrag. Betriebsname und Angaben sind erfunden.
Die alte Seite stammte aus der Zeit, in der Websites noch feste Breiten hatten. Auf dem Handy musste man zoomen und seitlich schieben. Die Startseite begrüßte Besucher und erzählte die Firmengeschichte seit 1961. Was der Betrieb konkret anbietet, stand nur als Linkliste in einer schmalen Seitenleiste.
Für Suchmaschinen war das ein Problem: Es gab genau eine Seite, die für alles antreten musste. Photovoltaik, Elektroinstallation und Netzwerktechnik konkurrierten auf derselben Adresse miteinander, statt jeweils eine eigene Frage zu beantworten.
Dazu kam ein zweites Thema, das inzwischen für viele Handwerksbetriebe wichtiger ist als Neukunden: Der Betrieb suchte Gesellen und fand keine. Eine Stellenanzeige gab es, versteckt als vorletzter Punkt in der Seitenleiste.
Zwei Zielgruppen mit unterschiedlichen Fragen, die sich auf derselben Website nicht in die Quere kommen dürfen. Kunden wollen wissen, ob der Betrieb ihre Aufgabe übernimmt und wie schnell. Bewerber wollen wissen, wie dort gearbeitet wird und wer im Team ist.
Die Lösung war keine gemeinsame Seite für beides, sondern zwei klar getrennte Wege, die im Kopfbereich gleichberechtigt nebeneinander stehen: „Termin anfragen" und „Offene Stellen".
Seitenkarte
Jede Leistung bekommt eine eigene Adresse mit eigener Suchabsicht. Das ist der Teil, der bei Sichtbarkeit am meisten bewirkt.
Ordnet in Sekunden ein und leitet weiter. Drei Leistungen als Karten, Notdienst prominent, offene Stellen als zweiter Weg.
Elektroinstallation, Photovoltaik und Netzwerktechnik. Jede beantwortet die Fragen, die am Telefon tatsächlich gestellt werden, inklusive grober Preislogik.
Eigene Seite, weil danach anders gesucht wird als nach einer geplanten Installation. Oben die Nummer, darunter was als Notfall gilt und was nicht.
Team, Arbeitstag, Ausstattung, Ausbildung. Fotos aus der Werkstatt statt Stockbilder. Bewerbung per Formular oder formlos per Nachricht.
Abgeschlossene Anlagen mit Fotos und einem Satz zur Aufgabe. Beweis wirkt hier stärker als jede Selbstbeschreibung.
Kurzes Formular, antippbare Nummer, Anfahrt. Impressum und Datenschutz im gleichen Designniveau wie der Rest.
Entscheidungen
Handwerk im Elektrobereich verträgt Dunkelheit gut, sie wirkt technisch statt steril. Das Gelb kommt aus der Signalfarbe, die auf jeder Baustelle vorkommt, und markiert ausschließlich Handlungen.
Statt lächelnder Menschen mit Klemmbrett zeigen wir fertige Arbeit: Verteiler, Verkabelung, montierte Module. Wer selbst vom Fach ist, erkennt daran in zwei Sekunden, ob jemand sauber arbeitet.
Der Knopf steht in der Kopfleiste auf jeder Seite. Wer nachts mit Stromausfall sucht, scrollt nicht. Auf dem Handy ist er der erste antippbare Bereich.
Nicht „Elektrotechnik Musterstadt", sondern „Wallbox nachrüsten", „Zählerschrank tauschen", „Photovoltaik anmelden". Genau das geben Leute ein, die schon wissen, was sie brauchen. Wie wir solche Bündel bilden, steht bei Suchmaschinenoptimierung.
Für viele Betriebe ist die Karriereseite inzwischen die wichtigste Unterseite, und fast überall ist sie die schwächste. Meist steht dort eine Aufzählung aus Sozialleistungen, die bei jedem Wettbewerber gleich klingt.
In dieser Studie beantwortet die Seite stattdessen konkrete Fragen: Wie sieht ein Arbeitstag aus, mit welchem Werkzeug wird gearbeitet, wer ist der direkte Ansprechpartner, wie läuft die Einarbeitung. Dazu Fotos aus der Werkstatt und vom Team, keine gekauften.
Bewerbungen gehen wahlweise über ein kurzes Formular oder formlos per Nachricht. Ein Lebenslauf wird nicht verlangt, weil das bei Fachkräften mit Job die häufigste Hürde ist.
Jede dieser Entscheidungen spart Geld beim Bau und Ärger im Betrieb. Was stattdessen sinnvoll ist, hängt vom Fall ab. Der Ablauf im Detail zeigt, wann wir das gemeinsam festlegen.
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