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Social Media für Betriebe

Für die meisten Betriebe wird hier selten direkt verkauft. Hier entscheidet sich, ob jemand dich für den richtigen Ansprechpartner hält, bevor er anruft. Und ob eine Fachkraft sich bei dir bewirbt statt beim Wettbewerb.

Der Denkfehler

Reichweite ist kein Ziel. Ein Beitrag mit dreitausend Aufrufen und null Anfragen ist weniger wert als einer, den die richtigen dreißig Leute gesehen haben.

Für einen Betrieb mit regionalem Einzugsgebiet sind Aufrufe aus dem halben Land schlicht ohne Nutzen.

Gemessen wird deshalb, ob Leute in Kontakt treten und ob Bewerbungen kommen.

Unbequem, weil diese Zahlen deutlich kleiner aussehen als jede Reichweitenangabe und sich in keinem Monatsbericht gut machen. Dafür beschreiben sie etwas, das dir hilft.

Formate

Was man überhaupt zeigen kann.

01 Baustellenbild

Das Brot-und-Butter-Format

Ein Foto vom fertigen Ergebnis, zwei Sätze zur Aufgabe. Kostet zwei Minuten. Funktioniert seit Jahren besser als alles Aufwendige, was danach erfunden wurde.

02 Kurzvideo

Hochkant, ohne Schnitt

Zwanzig Sekunden aus der Werkstatt, mit dem Handy aufgenommen. Es kommt auf Ton und Licht an. Aufwendig produzierte Werbefilme wirken an dieser Stelle oft schlechter als die wacklige Aufnahme, weil ihnen jeder ansieht, dass eine Agentur dahintersteckt.

03 Vorher und nachher

Der sichere Treffer

Funktioniert in jedem Gewerk, in dem man den Unterschied sieht. Einzige Hürde: Jemand muss vorher daran denken.

04 Team und Alltag

Für Bewerber gedacht

Neuer Kollege, Ausbildungsstart, gemeinsames Frühstück. Wer überlegt, sich bei dir zu bewerben, schaut sich genau das an, und zwar lange bevor er die Stellenanzeige liest.

05 Frage beantwortet

Aus dem Telefonalltag

Die Frage, die dir jede Woche gestellt wird, kurz beantwortet. Das baut Fachkompetenz auf und liefert nebenbei Stoff für die Website.

06 Hinweis

Betriebsurlaub und Notdienst

Unspektakulär. Trotzdem regelmäßig der Beitrag mit den meisten Aufrufen im ganzen Jahr, weil Leute genau danach suchen und dein Profil der Ort ist, an dem die Antwort steht.

Wirkungskette

Von Sichtbarkeit zur Anfrage.

Zwischen einem Beitrag und einem Auftrag liegen mehrere Schritte. Wer den ersten mit dem letzten verwechselt, ist nach drei Monaten enttäuscht.

01

Gesehen werden

Jemand aus der Region sieht regelmäßig Arbeiten von dir. Nichts passiert. Dein Name bleibt hängen, sonst nichts, und genau das ist der langweiligste und zugleich wichtigste Teil der ganzen Kette.

02

Vertrauen fassen

Entsteht Bedarf, schaut diese Person bei dir nach. Ein gepflegtes Profil bestätigt den Eindruck. Ein Profil, dessen letzter Beitrag von 2023 stammt, zerstört ihn zuverlässiger, als gar kein Profil es je könnte.

03

Anfragen

Der Weg führt fast immer über deine Website. Also gehört die Adresse ins Profil, und auf der Seite muss ein klarer nächster Schritt warten. SieheWebdesign.

Redaktionsplan

Eine Woche, wie sie wirklich läuft.

Zwei Beiträge pro Woche, feste Tage, feste Formate. Kein Plan mit zwölf Ideen, den nach einem Monat niemand mehr befüllt.

Mofrei
DiBaustellenbild vom Vortag
Mifrei
Dofrei
FrTeam, Frage oder Hinweis
Safrei
Sofrei

Zwei feste Termine sind leichter durchzuhalten als fünf lose. Wenn es gut läuft, erweitern wir. Wenn eine Woche ausfällt, ist das kein Drama, solange es nicht zur Regel wird.

Zusammenarbeit

Was du liefern musst.

Wir können vieles übernehmen, aber nicht alles. Die Bilder von deiner Arbeit kann nur jemand machen, der dabei ist. Das ist der ehrliche Teil, den andere gern weglassen.

Du: Material

Fotos und kurze Handyvideos. Baustelle, Werkstatt, fertige Arbeit, Team. Studioqualität ist ausdrücklich nicht nötig, echte Aufnahmen funktionieren dort ohnehin besser als gestellte.

Wir: alles andere

Auswahl, Zuschnitt, Bildbearbeitung, Texte, Veröffentlichung nach Plan, dazu Antworten auf Kommentare und Nachrichten in Absprache mit dir. Freigabe läuft vorher über deinen Tisch.

Der Kanal

Überall gleichzeitig zu starten ist der sicherste Weg, nach drei Monaten überall gleichzeitig aufzuhören. Ein Kanal, gut gepflegt, bringt mehr als vier halbtote. Welcher, hängt an deiner Zielgruppe.

Die Freigabe

Eine Person, die kurz drüberschaut. Nicht drei. Sonst liegt der Beitrag zum Mittagstisch am Freitagabend immer noch ungeprüft im Postfach.

Wenn dir das zu aufwendig ist, sag es uns offen. Dann ist eine gute Website plus Sichtbarkeit bei Google für dich die bessere Investition.

Bildsprache

Warum echte Bilder gewinnen.

Gekaufte Bilder erkennt man. Meist nicht bewusst, es bleibt nur ein Gefühl von Beliebigkeit hängen. Bei einem regionalen Betrieb ist das besonders unglücklich, weil Leute genau dort Nähe erwarten und stattdessen ein Lächeln aus einer Bilddatenbank bekommen.

Ein leicht schiefes Foto aus der eigenen Werkstatt schlägt deshalb jedes perfekt ausgeleuchtete Studiobild, einfach weil man sofort sieht, dass es echt ist. Die einzige harte Anforderung ist Licht: lieber am Fenster oder draußen als im Halbdunkel der Halle.

Was hilft, ist ein wiedererkennbarer Rahmen. Immer dieselbe Schrift, dieselbe Akzentfarbe, dieselbe Ecke für das Logo. Dann wirken auch spontane Aufnahmen wie eine Serie und nicht wie Zufall.

Diesen Rahmen legen wir einmal an. Danach kannst du Beiträge auch selbst erstellen, ohne dass es auseinanderfällt.

Weltkarte mit leuchtenden Verbindungslinien zwischen einzelnen Punkten

Auswertung

Worauf wir wirklich schauen.

Drei Zahlen reichen. Alles andere ist im ersten Jahr Beiwerk und lenkt nur ab.

  • Profilaufrufe aus der RegionZeigt, ob die richtigen Leute dich sehen. Reichweite aus dem halben Land nützt einem regionalen Betrieb nichts.
  • Klicks auf die WebsiteDer eigentliche Übergang. Wenn hier nichts passiert, stimmt der Weg vom Profil zur Seite nicht.
  • Direktnachrichten und BewerbungenDie einzige Zahl, die am Ende zählt. Sie ist klein, dafür echt.
  • Welches Format funktioniertNach acht Wochen sieht man deutlich, was bei deiner Zielgruppe zieht. Danach wird der Plan angepasst, nicht vorher.

Aus der Praxis

Vier Fehler, die wir häufig sehen.

  1. Start auf vier Kanälen gleichzeitig

    Nach sechs Wochen ist die Luft raus und alle vier Profile stehen halbfertig im Netz. Das wirkt schlechter als gar keines.Lösung: mit einem Kanal anfangen und ihn durchhalten.

  2. Nur Werbung posten

    Jeder Beitrag ist ein Angebot. Das entfolgen Leute schneller, als man nachlegen kann.Lösung: zeigen, wie gearbeitet wird, und höchstens jeder fünfte Beitrag verkauft etwas.

  3. Kein Weg zur Website

    Im Profil steht keine Adresse, in den Beiträgen kein Hinweis. Interesse entsteht und läuft ins Leere.Lösung: Adresse ins Profil, und aus Beiträgen auf die passende Unterseite verlinken.

  4. Nachrichten bleiben liegen

    Anfragen kommen inzwischen oft als Direktnachricht. Wenn dort tagelang niemand antwortet, ist der Kunde beim Nächsten.Lösung: feste Zuständigkeit im Betrieb, auch wenn wir die Beiträge machen.

Fragen zu Social Media

Was hier am häufigsten kommt.

Das hängt davon ab, wen du erreichen willst. Für Bewerber im handwerklichen Bereich ist Instagram meist die erste Wahl, für ältere regionale Kundschaft eher Facebook. Wir schauen uns an, wo deine Zielgruppe tatsächlich ist, statt dem allgemeinen Trend zu folgen.

Nein. Es hilft, weil Gesichter Vertrauen schaffen, aber es geht auch ohne. Hände bei der Arbeit, fertige Ergebnisse und Aufnahmen aus der Werkstatt funktionieren ebenfalls. Zwingen sollte sich niemand, das sieht man im Ergebnis.

Für den Vertrauenseffekt rechne mit einem halben Jahr regelmäßiger Beiträge. Bewerbungen kommen manchmal früher, weil ein einzelner Beitrag über offene Stellen in der Region schnell weitergereicht wird. Wer nach vier Wochen Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht.

Das ist sogar das Ziel. Wir legen den Rahmen an, zeigen dir die Vorlagen und begleiten die ersten Monate. Wenn du danach selbst weitermachst, hast du eine funktionierende Routine statt einer Abhängigkeit.

Unsicher, ob sich das für dich lohnt?

Erzähl uns, was du anbietest und wen du erreichen willst. Wir sagen dir ehrlich, ob Social Media bei dir etwas bringt oder ob dein Geld woanders besser aufgehoben ist.