OnPage Optimierung

Zwölf Punkte zur Onpage-Optimierung

Allgemein wird oft davon geredet, dass bei der Contenterstellung die externe Verlinkung vermieden werden soll. Das erscheint logisch, denn schließlich wollen Sie Ihre Besucher nicht gleich wieder wegschicken. Warum solche Empfehlungen aber dennoch von großem Vorteil für Sie sind und dass auch die interne Verlinkung ein Merkmal von Qualität und Seriösität ist, das erfahren Sie hier im Bereich Onpage-Optimierung.

Onpage-Optimierung bringt Ordnung und Struktur in das Chaos

Die Onpage-Optimierung gehört zu den tragenden Pfeilern einer Webpräsenz und dient der Struktur- und Suchmaschinenoptimierung. Durch den Einsatz verschiedener Maßnahmen werden Internetseiten inhaltlich und technisch verbessert. Ein weiterer wichtiger Aspekt beschreibt die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit.

Was bedeutet Onpage-Optimierung?

Dieser Begriff beschreibt Anforderungen und Maßnahmen zur Verbesserung, Pflege und Aktualisierung einer Webseite. Während die Offpage-Optimierung hauptsächlich mit der Reputation eines Onlineauftritts zusammenhängt, konzentrieren sich die Onpage-Maßnahmen größtenteils auf die eigentliche Internetpräsenz. Der Webseitenbetreiber erzielt bei richtiger Durchführung geeigneter Maßnahmen eine verbesserte Wahrnehmung – bei den Besuchern und bei den Suchmaschinen. Aus Sicht der SEO-Agenturen sind besonders Analyse und Monitoring wichtige Faktoren und bilden die Grundlage für individuelle, auf den Kunden ausgerichtete Angebote und Services. Zu den Anforderungen an eine Webseite gehören: Inhalte, Strukturen und Technik. Gemeinsam bilden sie das Nutzererlebnis – die Usability und die Relevanz bei den Suchmaschinen. Folgende Punkte beschreiben die genannten Bereiche im Detail.

OnPage Optimierung InfoGrafik © Netzexpert

1. Viel Text bedeutet nicht automatisch guter Content

Es ist wichtig, dass die Contenterstellung ein gewisses Feingefühl zum jeweiligen Thema und Empathie zum Leser beinhaltet. Es geht darum spezifisches Wissen so aufzubereiten, dass es verständlich und anschaulich aufbereitet und zum Leser transportiert wird. Bereits an diesem Punkt wirkt die Onpage-Optimierung. Sollen konkrete Zielgruppen angesprochen werden oder geht es darum eine möglichst breite Schnittmenge zu erreichen. Dies kann deutliche Auswirkungen auf die Absprungrate der Veröffentlichungsseite haben. Die Optimierung soll im Idealfall zu einem positiven Nutzererlebnis führen. Nur dann ist eine Folgehandlung, wie ein weiterer Webseitenbesuch, eine Empfehlung oder ein Geschäftsabschluss möglich. Die Chancen steigen, wenn die Besucher mit gut verständlichen und sauber ausgearbeiteten Informationen abgeholt werden. Gleichzeitig stellt die Suchmaschinenoptimierung ganz eigene Anforderungen an eine hervorragende Publikation. Deshalb ist es wichtig beide Anforderungsbereiche zu kennen und diese auszuführen.

2. Selbst getextet

Vorsicht bei Verwendung bereits publizierter Texte und Passagen anderer Urheber. Grundsätzlich gilt, nur Unique Content hilft der eigenen Seite. Suchmaschinen achten auf einzigartige Texte. Duplicate Content wird abgestraft. Wenn kurze Textbereiche verwendet werden, dann nur mit entsprechenden Einverständnis des Autors und Urheberhinweis oder als Zitatfunktion.

3. Volumen ja oder nein?

Bei Textveröffentlichungen mit starkem Bezug auf informierenden Inhalt wird der Content erst ab einem gewissen Wortvolumen für die Suchmaschinen interessant. Sehr kurze Texte bieten den Crawlern der Suchmaschinen womöglich zu wenig zusammenhängende Informationen. Eine optimale Textlänge lässt sich aber nicht pauschalisieren, diese ist von mehreren Faktoren abhängig, wie zum Beispiel der Textkategorie und der Bedeutung der Keywords. Ein Blick zu den Mitbewerbern kann Aufschluss bieten. Wie handhaben erfolgreiche Mitbewerber ähnliche Texte? Das Lesen von Webtexten ist für den Leser nur bis zu einer gewissen Länge angenehm. Wann die optimale Textlänge erreicht ist, bestimmt das Thema, aber auch die Schreibe des Verfassers. Wird der Text aktiv gestaltet und fühlt sich die Leserin oder der Leser informiert und unterhalten? Information und Unterhaltung müssen aufeinander abgestimmt sein. Hier sollte man aber als eine Bestätigung für guten Content die Absprungrate messen. Ist diese bei bestimmten Suchwörtern zu hoch, zeigt das, dass die Nutzer die Seite für sich negativ bewerten. Die Suchmaschine reagiert schnell und stuft die Webseite bei dem relevanten Suchwort entsprechend schwächer ein. Viele Beispiele zeigen, dass relevanter Content nicht zwangsläifig viel Text bedeutet. Dies ist der Fall, zum Beispiel bei reinen Vergleichs- oder Rechnerportale für Flüge, Tarife etc.

4. Über Schlüsselwörter

Keywords beschreiben den Bedarf der Leser nach Informationen. Wird bei der Google-Suche zum Beispiel nach dem Begriff Steuererklärung gesucht, empfiehlt es sich hierzu auf 1-2 Schlüsselwörter mit passender Keyword-Density (Dichte) aufzubauen. Themenrelevante Begriffe sind äußerst wichtig, die Auswahl passender Synonyme gestaltet den Text lebendig und unterhaltsam. Idealerweise vermag es der Autor einen optimalen Text zu kreieren. Dies geschieht vor allem durch die Nähe zum Thema und zur Textsprache, also durch fachliches Wissen, handwerkliche Kompetenz, Geschick für Sprache und Kommunikation. Weiterhin existieren Tools und Formeln wie WDF*IDF (whithin document frequency*inverse document frequency) zur Keyword-Analyse, beziehungsweise für den Einsatz bestimmter Wörter in Abhängigkeit verschiedener Parameter. Solche Tools fallen insbesondere in den Bereich der technischen Suchmaschinenoptimierung und dem Content Marketing.

5. Mehr Media – Multimedia

Durch den Einsatz von Grafiken und Fotos, aber auch anderer medialer Inhalte, werden Texte aufgelockert und ansprechend gestaltet, was besonders der visuellen Wahrnehmung zugutekommt. Dadurch werden Fachtexte verständlicher und gleichzeitig unterhaltsam. Bei der Verwendung solcher ansprechenden Medien sollte aber zum einen unbedingt auf die Urheberrechte geachtet werden und weiterhin auf die Beschriftung mit wichtigen Informationen: Diese Bildbezeichnungen beinhalten Copyrights, Quelle, Dateiname und im Idealfall relevante Keywords. Durch die Möglichkeit einer “Alt-Text-Beschreibung“ werden diese Informationen auch für die Bildersuche der Suchmaschinen interessant.

6. Meta wichtig

Weitere wichtige Inhaltsbeschreibungen fließen in die Meta Discription ein. Diese, nur für Suchmaschinen sichtbaren Informationen, beinhalten Daten und sind Informationen über die Webseite, Unterseiten oder über einzelne Artikel. Je präziser diese Beschreibungen ausfallen, umso besser werden die Informationssuchenden bereits vor dem Besuch der Webseite über Angebot, Dienstleistung oder Content auf der Suchmaschinenseite informiert.

7. Bleib beim Thema

Der Themenschwerpunkt eines Artikels ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Texterstellung. Die Webseitenbesucher suchen nach Lösungen und benötigen Informationen zu bestimmten Themen. Deshalb ist die Fokussierung auf das Hauptthema eines einzelnen Artikels enorm wichtig. Weitere oder anverwandte Themen können in anderen Beiträgen behandelt werden. Eine Verbindung innerhalb dieser Textstruktur lässt sich zum Beispiel durch die interne Verlinkung herstellen. Wichtig ist, dass ein Thema, je nach Schwerpunkt, ausführlich behandelt wird. Eine Gliederung hilft beim Lesen, Zwischenüberschriften und Merksätze bieten weitere Übersichtlichkeit.

8. Wie ein Reiseführer

Über die interne Verlinkung wird dem Leser ein Roten Faden gereicht. Die Besucher werden sozusagen durch die Webseiteninhalte geführt und erfahren Wissenswertes über ähnliche Themen. Gleichzeitig bietet sich dem Webseitenbetreiber eine Möglichkeit Inhalte im passenden Kontext miteinander zu verbinden, Strukturen zu erschaffen und Mehrwert zu bieten. Auch hinsichtlich SEO ist diese Maßnahme empfehlenswert. Den Suchmaschinen wird eine organische Struktur zur Indexierung bereitgestellt.

9. Geiz ist nicht geil

Ebenso wichtig, aber von vielen Webmastern ungern ausgeführt, ist die externe Verlinkung. Grund für diese Ablehnung lässt sich insofern erklären, dass die Besucher auf der eignen Seite gehalten werden und nicht zu anderen Anbetern weitergeleitet werden sollen. Solange der eigene Content hochwertig und passend ist, sind solche Zweifel unbegründet. Im Gegenteil, das Einbeziehen externer Quellen vermittelt Transparenz und einen Fokus auf Information, anstatt auf die Präsentation eigener Meinungen, was auch als Werbung missverstanden werden kann. Solch Verhalten der Verlinkung fördert Vertrauen in den Informationsfluss. Weiterhin kann durch intelligentes Linkbuilding ein kollegiales Netzwerk mit anderen Unternehmern und Medienschaffenden aufgebaut werden. Dennoch sollte auch bei der externen Verlinkung auf Qualität und nicht auf Masse geachtet werden. Hilfreich sind vertrauenswürdige Quellen, wie Institutionen, Lehranstalten und Wissensträger, wie Universitäten oder allgemein anerkannte seriöse Adressen. Zu viele Empfehlungen nach außen innerhalb eines Themas sind demnach wenig förderlich, dies hat auch Gründe der Lesbarkeit.

10. Was steht in der URL

Permalinks beschreiben keine externen Links, sondern die Bezeichnung und den Aufbau der eigenen URL. Während die Homepage meist über einen klaren Wortlaut verfügt, ist der logische Aufbau von dynamischen Seiten, wie Artikeln und Blogbeiträgen oftmals wenig einprägsam. CMS, wie WordPress, verfügen über die Möglichkeit, diese Permalinks auf Wunsch einzustellen. Die Nennung der Artikelüberschrift oder des Keywords innerhalb der URL ist für Leser und Suchmaschinen von großem Vorteil gegenüber der kryptischen Bezeichnung.

11. Zeit für Optimierung – Unnützes verbannen

Damit Bestandskunden, aber auch Neukunden, gerne auf eine Webseite gehen, muss die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit der Seite, stimmen. Lange Ladezeichen, unlogischer Seitenaufbau, ein unprofessionelles Design oder eine fehlerhafte Menüführung schrecken die Leute ab. Hinsichtlich der Onpage-Optimierung gilt es solche Fehler zu lokalisieren, den Besucherfluss zu analysieren und die Absprungrate zu reduzieren. Meist geben chronologische Werte darüber Auskunft, wann das Verlassen der Webseite erfolgt. Sind die Ladezeiten zu hoch, dann sollten folgende Schritte überprüft werden:

  • Reduzierung der Größe der Bilddateien (zu große oder zu viele Dateien)
  • Überprüfung ladeintensiver Medien wie Videos
  • Java Skripte für Seiten am Ende anstatt zu Beginn einbauen
  • Überprüfung des Caches
  • zu viele Plugins eingebaut
  • Auf Update der Plugins und des CMS achten

12. Auch ein Aspekt der Onpage-Optimierung, was bietet der Provider?

Ein weiterer Grund für ein schlechtes Ranking kann auch ihre IP-Adresse sein. Dies kann auch im jeweiligen Hosting, den Servern und dem gewählten Webspace begründet liegen. Manche Hoster bündeln mehrere Domains in einer einzigen IP-Adresse. So kann eine Abstrafung sogar Auswirkungen auf Seiten haben, die gar keine Relevanz haben und unbeteiligt sind. Hier lautet unsere Empfehlung darauf zu achten, dass jede Domain über eine eigene IP verfügt. Solche Fälle wie eben genannt sind zwar relativ selten, die Arbeit der Fehlerlokalisierung und Behebung ist aber sehr aufwendig. Hier liegt der Fokus der Onpage Optimierung gewissermaßen außerhalb der Seite. Dementsprechend müssen hier Upgrademöglichkeiten und andere Details des Anbieters überprüft und gegebenenfalls geändert werden.

Viele Wege ein Ziel, Onepage-SEO

Zusammenfassend zeigt sich die Onpage-Optimierung als ein komplexer Maßnahmenkatalog, dessen Bereiche sich nach dem Inhalt, der Struktur und der Technik gliedern. Als Ziel steht ein optimales Weberlebnis für Besucher und Kunden. Angebote, Informationen und Services sollten mit Qualität überzeugen. Selbst wenn die Inhalte vorbildlich erfasst und publiziert werden, besteht immer noch die Gefahr, dass die Seiten bei den Suchmaschinen nicht gefunden oder zumindest wenig prominent gelistet werden. Schlecht ist es auch, wenn die Webseite zudem noch mit langsamen Ladezeiten oder verwirrender Seitenstruktur, Fehlermeldungen negativ auffällt.

Ganzheitliche Beratung, zielgerichtete Analyse und die individuelle Onpage-Optimierung

Die angesprochenen Punkte zeigen, dass es viele einmalige, aber auch kontinuierliche Ansätze zur Optimierung einer Webpräsenz gibt. Die Onepage-Optimierung ist eng mit anderen Bereichen des Internet Marketings verbunden. Durch exaktes Monitoring und umfassende Analysen, durch individuelle und ganzheitliche Maßnahmen, ist es möglich Ihre Webpräsenz so zu optimieren, dass die Verbesserungen in den Suchmaschinen klar sichtbar werden. Mehr noch als das Ranking in den SERPS wird der Anstieg der Zufriedenheit Ihrer Kunden sein. Gerne bieten wir Ihnen eine individuelle Analyse und Onpage-Optimierungs-Beratung.